Erste Take Me Out im Tanzclub seit 532 Tagen

Wie ist die aktuelle Coronalage in den Clubs?

Samstag, der 29. Februar 2020 war nicht nur ein sehr seltenes Datum, sondern auch der letzte Tag, an dem ich eine Take-Me-Out-Party im Club aufgelegt habe, damals in der Milla in München. Nach 532 Tagen Coronapause geht es dann am Freitag (3.9. ab 22:00) endlich weiter mit dem Indie-Rock aus den Nullern: Ich lege in meinem Kölner Stammclub, dem Tsunami, auf.

Clubs in NRW – wie sind die Regeln?

In Nordrhein-Westfalen tanzt es sich in vielen Clubs (mit Hygiene-Konzept und ausreichender Lüftung) tatsächlich ganz ohne Maske und ohne Abstandsregel.
Die neue Coronaschutzverordnung NRW macht es möglich: Danach dürfen seit Ende August vollständig Geimpfte und Genesene wieder in den Club. Außerdem ist der Zugang mit einem aktuellen PCR-Test möglich. Achtung: ein Antigentest reicht nicht. Faktisch ergibt das eine 2G-Regelung, da den ersten Erfahrungen nach kaum jemand für einen Clubbesuch extra einen teueren PCR-Test anfertigen lässt. Ich finde diese Regel gut und fühle mich durch sie im Club auch sicher.

Am 3. September lege ich endlich wieder Indie im Tsunami-Club in Köln auf. (Foto: www.tsunami-club.de)

Wir sehen uns in Köln, Osnabrück, Münster und Düsseldorf

Damit läuft das Clubleben für mich in NRW tatsächlich so langsam wieder an: In zwei Wochen bin ich mit einer Frühparty am Donnerstagabend wieder am Rhein unterwegs. Im Tsunami-Club Köln startet die Modern Love dann schon um 20:00. Direkt im Anschluss geht’s zurück nach Münster in den Hot Jazz Club: Am Freitag (17.9. ab 23:00) Take-Me-Out und am Samstag (18.9. ab 23:00) Modern Love mit 80s New Wave. Eine Woche später bin ich samstags (25.9. ab 23.00) in Düsseldorf im Cube zu Gast, ebenfalls mit Take-Me-Out.

Kleine Freiheit Osnabrück 2019: Damals galten noch keine Corona-Regeln.

Auch in Niedersachsen ist Clubleben wieder möglich. Dort allerdings dürfen die Betreiber:innen ihre Läden nur zur Hälfte füllen. Mit 3G (Antigen-Tests) herrscht im Innenraum Maskenpflicht, mit 2G darf ohne Maske getanzt werden. Die Kleine Freiheit Osnabrück hat sich vor kurzem für die 2G-Regel entschieden, was ich sehr begrüße. Mir persönlich wäre ein Auflegen im Club mit ungeimpften und nur antigen-getesteten Tänzer:innen aktuell zu heikel gewesen. In der Freiheit werde ich schon am 11.9. erstmals nach langer Zeit wieder an den Turntables stehen (Take-Me-Out).
Auf eine Öffnung unter diesen Bedingungen verzichtet dagegen mein Stammclub in Hannover, das Lux. Ich habe volles Verständnis und freue mich auf meinen ersten Abend in Hannover. Für meinen Novembertermin (Take Me Out, Fr. 12.11. ab 23:00) bin ich sehr optimistisch.

Personalprobleme in vielen Clubs
Für mich und die meisten Clubs, mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe, kam diese Öffnung überraschend. Nach anderthalb Jahren im Dornröschenschlaf ist es nur logisch, dass die meisten Clubs nicht von heute auf morgen wieder öffnen können. Neben den zu erfüllenden Vorgaben gegenüber den Behörden, stehen viele Läden vor der Aufgabe, ein Programm aufzustellen und zu bewerben. Am schwersten scheinen aber aktuell Personalprobleme zu wiegen, da sich viele Tresenkräfte in den letzten anderthalb Jahren umorientiert haben. Wer von euch also selbst gern im Club arbeiten würde oder jemanden kennt, der/dem es so geht: Schaut doch mal auf den Web- und Facebookseiten eurer Lieblingsclubs vorbei.



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